Grundinformationen Demus ist ein Computersystem für die Dokumentation der Museumssammlungen im tschechischen (und slowakischen) Sprachraum. Demus ist eine Alternative von höherer Qualität gegenüber traditionellen Karteien und Eingangsbüchern. Demus ist für den Betrieb von Leihverkehr, Ausstellungen, Publikationen, Zustandsprotokollen und anderen museumsspezifischen Angelegenheiten bestimmt. Die Textbeschreibung der Objekte kann durch Bilder, Klänge, Videosequenzen usw. ergänzt sein. Gestalt und Verhalten des Hauptbildschirmes kann der Benutzer entsprechend seinen spezifischen Bedürfnissen ändern. Manche Drucklisten sind eingebaut, und andere können vom Benutzer neugeschafft oder einfach geändert werden. Demus verfügt über eine detaillierte Hilfe und ist mit einer Vielzahl von Begleittexten ausgestattet.
Demus ist kein universeller Museumsprogramm. Er ist nicht für die Anwendung in Bibliotheken bestimmt, und er ist auch kein Buchhaltungs- oder Lagerprogramm. Ebensowenig ist er für die Zusammenfassung von Texten oder das Entwerfen von Bildern und Karten bestimmt. Demus ist definitiv kein Internetinstrument. Alle diese Bereiche sind durch gewöhnliche Software gut gelöst. Demus ist weder für die Präsentation von Sammlungen noch für statistische Forschung bestimmt. Die Daten von Demus sind allerdings gut strukturiert und können sehr wohl für diese Zwecke verwendet werden.
Demus ist als Anwendungsprogramm auf MS Access aufgebaut. Es gibt drei Versionen von Demus: die erste, genannt DEMUS, erfordert MS Access 2.0 und MS Windows 3.11, 95, 98 oder 2000, die zweite, genannt Demus99, erfordert MS Access 97 und MS Windows 95, 98 oder 2000, und die dritte, genannt Demus 01, erfordert MS Access 97 und MS Windows 95, 98 oder 2000. Diese Versionen laufen sämtlich auf IBM-kompatiblen Computern, die wenigstens mit dem Prozessor 486 (da empfiehlt es sich Pentium) ausgestattet sind, und die mindestens über 8MB RAM verfügen (16MB oder mehr werden empfohlen).
Garantie, Standards Demus ist von der Informatikabteilung des Mährischen Museums in Brno (am 1.1.2005 in CITeM umbenannt) entwickelt worden. CITeM wurde von der Vereinigung Tschechischer Museen (AMG) mit dieser Aufgabe betraut. Die Entwicklung von Demus, die in Übereinstimmung mit den Empfehlungen von CIDOC ICOM erfolgte, wurde seitens des Tschechischen Kulturministeriums finanziell unterstützt. Die Datenstruktur stimmt vollständig mit dem internationalen Standard "Object ID" überein. Die Qualität der Lösung wird durch Fachausschüsse der AMG garantiert. Demus richtet sich nach dem Sammlungsgesetz 122/2000.
Demus ermöglicht einen Datentransfer aus dem früheren System AISM (MZM Brno, dBASE IV, MS DOS). Demus sieht einen automatischen Datenexport in das Sicherheitssystem ISO SEUD (Integriertes System für die Erhaltung von Kulturerbe) vor. Der Transfer von Identifikationsnummern in CES (Zentraler Sammlungsevidenz) ist seit 2001 Bestandteil von Demus. Weiter ist der Datenimport und -export in alle gewöhnlichen Datenbankformate ermöglicht.
Demus bietet ein vollständiges Verzeichnis der tschechischen Museen und Galerien, eine Liste von Staaten, von Verwaltungsbezirken und Katastern in der Tschechischen Republik und viele Fachwörterverzeichnisse (taxonomisches System der Botanik und Zoologie, Stratigrafie und Abkürzungen der Minerale, Techniken und Materialien für die bildende Künste, Objekttypen und -klassen für die Archäologie, und manche weitere). Einige Wörterverzeichnisse sind fest eingestellt, die übrigen können vom Benutzer nach seinen individuellen Bedürfnissen erstellt oder geändert werden.
Bereichsanwendungen, weitere Pläne Demus wurde fortlaufend in Form von unabhängigen Modulen für Hauptbereiche in den Museen entwickelt: Evidence- chronologische Zuwachsevidenz und integriertes Zentralregister, das mit jedem Zweigmodul verbunden ist. Die erste Version gibt es seit dem 1.4.1999 in ca. 25 Museen, die zweite seit dem 15.3.2000 in ca. 50 Museen, und die dritte Version seit dem 15.7.2002. Katalog - universelle Lösung für jede Art von Sammlungsobjekten. Er berücksichtigt die Bedürfnisse der kleineren Museen und dient für solche Zweigsammlungen, für die erst später ein spezielles Modul erstellt wird. Die Datenüberführung ist sichergestellt. Die erste Version ist seit dem 31.8.1997 in ca. 30 Museen vorhanden, die zweite seit dem 1.4.1999 in ca. 25 Museen, und die dritte Version gibt es seit dem 15.7.2002. Výtvarné umění Bildende Kunst - einschließlich der angewandten Kunst. Die erste Version ist seit dem 1.12.1996 in ca. 45 Kunstmuseen vorhanden, die zweite seit dem 15.3.2000 in ca. 35 Kunstmuseen, und die dritte Version seit dem 26.11.2002 in ca. 30 Kunstmuseen. Dieses Modul umfasst die vollständige Reihe von Angeboten, Kaufverträge, Karteien, Leihverträgen usw. bis hin zu Abschreibungen. Fotoarchiv - die erste Version gibt es seit dem 17.7.2000 in ca. 10 Museen, und die zweite seit dem 23.10.2002 in ca. 30 Museen. Botanika - die erste Version gibt es seit dem 25.5.1998 in 15 Museen, die zweite seit dem 12.2.2001 in 15 Museen, und die dritte Version seit dem 11.2.2003 in 25 Museen. Zoologie - die erste Version ist seit dem 13.11.1997 in ca. 10 Museen vorhanden, und die zweite seit dem 22.9.2003 in 13 Museen. Geologie (einschließlich Mineralogie und Paläontologie) - die erste Version gibt es seit dem 19.4.2004. Sie wurde am 8.6.2004 korrigiert und ist in ca. 10 Museen vorhanden. Entomologie - die erste Version gibt es seit dem 16.9.1998 in 8 Museen, und die zweite seit dem 12.10.2004 in 5 Museen. Historie - die erste Version gibt es seit dem 18.5.2005. Archeologie - die erste Testversion ist seit dem 21.4.2005 in 6 Museen vorhanden. Numismatika, Technologie und Etnografie - Version wird entwickelt. Bibliofilie (und alte Drucke) – der Prototyp einerVersion wird in einer Gallerie angewendet. Andere Fächer befinden sich in einem frühen Stadium der Entwicklung.
Demus hat nicht den Ehrgeiz, alle Probleme auf einmal zu lösen. Der Hauptgrund dafür ist die Verschiedenartigkeit und Unvorhersehbarkeit der Bedürfnisse an den verschiedenen Museumsarbeitsstätten. Dies war auch einer der Gründe, warum die Datenbankumgebung von MS Access gewählt wurde. Man kann in Access einfach eigene Änderungen und Ergänzungen vorzunehmen.
Wir bieten Datenüberführungen aus den anderen Dokumentationssystemen (AISM, Bach, MELCO, Multibase, ISO MacArt und einzelnen Systemen) in Demus an.
Die Standards für die Sammlungsdokumentation (Pflichtfelder, ihr Typ und ihre Form, Wörterverzeichnisse, …) sind von wesentlicher Bedeutung für zukünftige Datenüberführungen, -integration und künftigen Datenaustausch. Wir versuchen die Gelegenheit zu nutzen, das Verhalten des Demus so zu gestalten, dass sie dem neuen Sammlungsgesetz (122/2000) entspricht. Wir arbeiten mit CEICOM (ICOM Mitteleuropa) zusammen, und bemühen uns, zumindest die grundlegenden Standards für tschechische Museen festzusetzen. Dies wird andere Hersteller befähigen, Museumssoftware mit ausreichender Garantie für Vereinbarkeit mit anderen Systemen zu gestalten. Ein Minimalstandard wird selbst für Sammlungspräsentationen auf Webseiten festgesetzt.
Beratungen, Training - wir bieten nicht nur eine Hotline (Telefon, e-mail), sondern wir organisieren auch Beratungen und Trainings im Museum des Benutzers.
Internetkonferenz zu Demus und anderem Software für die Sammlungsdokumentation (auf Tschechisch). Besuchen Sie einfach http://www.pandora.cz/list/demus und bestätigen Sie die Demus - Konferenz. Senden Sie Ihre Fragen, Antworten und Meinungen an
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Preise
Demus Katalog + Evidence
2 000 - 5 000 CZK, abhängig von der Größe des Museums,
Jeder Fachmodul zuzüglich
2 000 CZK,
Upgrade auf die neue Version
2 000 CZK.
Die Lizenz ist für das gesamte Museum gültig, und sie gilt für eine beliebige Anzahl von einzelnen oder verbundenen Computern.